Generalversammlung

Kolping Lienz reaktiviert Theater und intensiviert Beziehungen zu Brasilien

Erfreuliche Bilanz von Kolping Lienz bei der Generalversammlung am 6. April 2024: Die Bretter der Kolpingbühne Lienz werden nach Jahren wieder bespielt und mit Osttiroler Engagement soll Kolpingfreunden im brasilianischen Urwald geholfen werden. Man freut sich über Neumit­glieder und ist finanziell in ruhigen Gewässern.

"Tirolerhut & Zuckerhut ... "

Die Lienzer Kolping Partnerschaft mit Brasilien ist inzwischen vierzig Jahre alt. Im Jahre 1986 waren Lienzer Mitglieder in Chapadinha vor Ort, um beim Bau eines Kolping­hauses mitzuarbeiten, Lions Lienz hat das Projekt damals auch finanziell unterstützt. Seitdem tröpfelt die Zusammenarbeit zwischen „Tirolerhut und Zuckerhut“ und wird nur durch die rührige Conceicao Da Silva Bergmann als Bindeglied wechselseitig am Leben erhalten. Nun soll die Hilfe für die Freunde im Urwald von Maranaho reaktiviert werden und Kolping Lienz verspricht eine Intensivierung dieser Beziehung.

Die Partnerschaft zur Kolping Chapadinha im fernen Brasilien soll intensiviert werden - Bindeglied und Koordinatorin ist unser Mitglied Conceicao Da Silva Bergmann.

Im Jahr 1986 waren mit Richard Girstmair, Thomas Flatscher und Sepp Bergmann drei Mitglieder von Kolping Lienz einige Wochen in Chapadinha, um dort beim Neubau des Kolpinghauses mitzuarbeiten.

 Neustart der Kolpingbühne

Einen Neustart garantiert auch Thomas Widemair und zwar bei der Kolpingbühne und als neuer Chef dieser Kolpinginstitution. Die traditionellen Bretter im Kolpingsaal sollen wieder vermehrt be­spie­­­lt werden. Aber: „Mein Ziel ist keine neue Kolping – Theatergruppe zu etablieren, sondern regelmäßig Theaterstücke auf die Kolping­bühne zu bringen. Mit wech­selnden Akteuren, egal der Herkunft oder Bühnen­zuge­hörigkeit, primär der jeweiligen Rolle angepasst.“

Vorhang auf bereits im Mai – da startet Thomas Widemair im Kolpingsaal mit eigenem Soloprogramm, ein Theaterstück im Herbst soll folgen.

 " ... keine großen finanziellen Sorgen ..."

Finanziell ist Kolping Lienz „in ruhigen Gewässern“ verkündete „Kapitän“ und Ob­mann Meinhard Pargger. Auch 2023 konnte wieder kräftig investiert werden. Für die neue Küche im Jugenheim, Modernisierung der gesamten Hauselektrik, Update im Bereich Elektronik, EDV, Internet, Multimedia und für neue Böden wurden rund 170.000 Euro ausgegeben.

Stolz ist Kolping Lienz darauf, dass man trotz Investitionen von einer dreiviertel Million Euro inner­halb der letzten zehn Jahre nur einen einzigen Gläubiger auf der Liste hat: das Land Tirol mit der Wohnbau­för­derung.

Deshalb macht die finanzielle Lage dem Ob­mann keine Sorgen – auch Dank der Stiftung aus Liechten­stein, die Kolping Lienz seit Jahren großzügig unterstützt.

Erfreulich ist auch, dass der Verein sechs neue Mitglieder nennen kann. Und normal sind gelegentlich personelle Änderungen auf Funktionärsebene: Norbert Hopfgartner seit 2010 Leiter der Gruppe Kolping und Maria Gasser, langjährige Schrift­führerin, scheiden aus dem Vorstand aus. Dieser wurde neu gewählt und ist nun mit Hanna Forcher-Flatscher, Mario Gander, Ursula Hofmann, Walter Jank, Eva Karre, Charly Kashofer und Thomas Widemair besetzt.

Die "neuen Gesichter" bei Kolping Lienz: Ursula Hofmann flankiert von Peter Unterasinger (li) und Stefan Gander

Aus dem aktiven Funktionärsleben verabschiedet haben sich Maria Gasser und Norbert Hopfgartner - hier mit Präses Decristoforo und Obmann Meinhard Pargger.

Diözesanpräses Severin Mayrhofer und Diözesanleiter Stefan Spiess sehen in Lienz „eine tolle Kolpingfamilie“. Rückgrat dafür sind die vielen ehrenamtlichen, engagier­ten und langjährigen Mitglieder. Zwei davon – Urgesteine des Vereines - wurden geehrt:  Peter Moser für 65 Jahre und Emmo Reider für 60 Jahre  Vereinstreue.

Diözesanleiter Stefan Spiess, Präses Bruno Decristoforo, Peter Moser, Emmo Reider, Diözesanpräses Pater Severin Mayrhofer und Norbert Hopfgartner (v.l.)

Fotos: Kolping Lienz / mag